Q:
Welche Teile enthält eine komplette Installation?
A: Natürlich ein hochwertiges, einstellbares (Kolben-Typ)
Turbo-Abblasventil aus Aluminium; ein programmierbares, elektronisches
Steuergerät (Mikroprozessor); ein optimiertes, möglichst
nicht restriktives Ladeluft-T-Stück mit zusätzlichem Steuerdruckabzweig
je nach Fahrzeug/Motor; ein Magnetventil (ähnlich dem originalen
Taktventil zur Ladedruckbegrenzung); alle Kabel, Schläuche,
Abzweige, Schellen, etc.
Q:
Was ist bei der Installation enthalten?
A: Messung
des Ladedrucks vor dem Einbau; Zusammenbau und Einpassen der mechanischen
Teile (T-Stück, Ventil, Druck- und Unterdruckschläuche);
Anschluß der Stromversorgung, Sensor- und Steuerleitungen
zum Steuergerät; Programmierung des Steuergerätes; Gemeinsame
Probefahrt mit: Prüfung der Dichtheit des Systems mittels erneuter
Ladedruckmessung, Programmierung der Ansprechcharakteristik nach
Wunsch des Kunden.
(insgesamt
etwas ein halber Tag)
Q:
Kann ich das selbst einbauen?
A: Aufgrund
der hohen Nachfrage bereiten wir gerade eine Version vor, die für
den Selbsteinbau bestimmt ist. Zu bedenken ist jedoch, dass dann
nur eine Software-Variante darauf läuft, die Parameter sind
aber mittels DIP-Schalter in gewissem Rahmen einstellbar. Dies erfordert
jedoch noch etwas Entwicklungsarbeit um möglichst problemlosen
Einbau zu gewährleisten. Vorausgesetzt bleiben aber gewisse
praktische Kenntnisse auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik/Elektrik.
Q:
Wie viel Leistung gewinne/verliere ich dadurch?
A: Keine.
Ein Turbo-Abblasventil hat keine Auswirkung auf die Spitzenleistung,
weder bei Diesel-, noch bei Benzinmotoren.
Q:
Kann ich mit dem BOV das "Turboloch" verkleinern und das
Ansprechverhalten verbessern?
A:
Nein. Der Effekt, das eine Druckwelle den Lader bremst, rückwärts
andreht oder gar beschädigt, tritt ja nur bei Fahrzeugen mit
Drosselklappe auf. Deshalb kann bei Benzinmotoren in manchen Situationen
(Motorlastwechsel) mit einem BOV eine Besserung erzielt werden.
(Was übrigens auch gegen eine Lösung z.B. mittels Abstellklappe
spricht - diese erzeugt eine echtes Problem um es dann wieder mittels
Pop-Off-Ventil etwas zu mildern)
In Wirklichkeit wird der Turbolader hier beim Diesel beim "Abblasen"
stärker abgebremst als im Orginalzustand.
(Für alle Interessierten: Der Kompressorteil des Laders ist
eine Maschine die Arbeit verrichtet indem sie Masse (Luft) bewegt
("pumpt"). Wenn nun das Ventil geöffnet ist verrichtet
er mehr Arbeit, da er mehr Luftmasse "pumpt" als in geschlossenem
Zustand. Da der Turbinenteil aber zu diesem Zeitpunkt kaum mehr
angetrieben wird, kommt diese Energie aus der gespeicherten kinetische
Energie der rotierenden Teile (Nachlaufen). Diese wird entzogen
und bremst den Lader stärker ab. Wer's nicht glaubt soll einfach
einmal z.B. einen Fön zuhalten - der tut sich plötzlich
leichter und dreht hoch, da er keine Luft mehr bewegen muss.)
Das
bedeutet aber lediglich dass der Ist-Ladedruckverlauf besser dem
von der Motorelektronik vorgegebenem Soll-Ladedruck folgt (=bessere
Regelung), da beim "Lupfen" des Gaspedals der Soll-Ladedruck
sofort weit nach unten springt. Das alles ist jedoch eher theoretische
Natur und in der Praxis nicht feststellbar. (Speziell VTG-Lader!)
Q:
Mein Steuergerät ist "gechippt"/mein Motor ist nicht
im Serienzustand. Wie wirkt sich das aus?
A: Grundsätzlich
funktioniert das System an allen Varianten. Fahrzeuge mit höherem
Ladedruck liefern jedoch erfahrungsgemäß bessere Ergebnisse.
(lauteres, länger andauerndes Geräusch)
Q:
Welche negativen Effekte können dadurch auftreten?
A: Uns
sind lediglich zwei Thematiken bekannt: Erstens kommt es manchmal
zu leichten Verunreinigungen des BOV und dessen Umfeld im Motorraum
(durch Ausstoß von Ruß/Öl, der sich im Ansaugtrakt
ansammelt). Dieser Schmutz wird leider bereits im Serienzustand
in größeren Mengen durch die Abgasrückführung
in diesen Bereich befördert und dort teilweise sogar abgelagert.
In extremen Fällen kann das sogar zu einer Fehlfunktion des
Steuer- und Abblasventils führen, das dann jedoch einfach gereinigt
werden sollte. Zweitens kommt es manchmal zu kurzfristig erhöht
sichtbarem Rußausstoß beim schnellen Lastwechsel, da
gerade in der ersten, kurzen Phase der "Überfettung"
die überschüssige Luft den entstehenden Ruß im Auspufftrakt
nicht "verdünnen" kann, sondern vorher ja abgeblasen
wird.
Q:
Kann man das Steuergerät abschalten?
A: Die
von uns eingebaute Version hat einen Kippschalter, welcher das Gerät
in Stellung "Programmieren" deaktiviert. Die Variante
für Selbsteinbau wird voraussichtlich einen der DIP-Schalter
dazu verwenden. Außerdem können beide Geräte durch
Ein-/Ausschalten der Versorgungsspannung einfach gesteuert werden.
Q:
Wie sieht es mit Eintragung aus? Gibt es eine ABE?
A: Auch
dieses System ist "Rennsporttechnik" und nicht für
den Betrieb auf öffentlichen Straßen gedacht. Es gibt
daher von unserer Seite auch keinerlei Gutachten dafür.
Q:
Warum ist das so teuer? Geht das nicht billiger?
A:
Der Preis ergibt sich aus den nötigen Teilen, der Arbeitsleistung
und der Mehrwerttsteuer.
Die Materialkosten (siehe oben) alleine belaufen sich auf mehr als
330 €. Die Steuergeräte werden sorgfältig einzeln
von Hand gebaut und geprüft. Der zeitaufwändige Einbau,
die Programmierung und nicht zu vergessen der Entwicklungsaufwand,
würden, bei wirtschaftlich korrekter Kalkulation, einen noch
höheren Preis ergeben.
Wir versuchen jedoch allen Enthusiasten etwas entgegenkommen und
so weit wie möglich in "erschwinglichen" Preisregionen
zu bleiben.
Zum Vergleich: Uns ist lediglich EIN weitere Anbieter (in den USA)
bekannt, der ein ähnliches Produkt anbietet. Dieses ist jedoch
technisch nicht ganz so innovativ und flexibel, und kostet (trotz
zur Zeit gutem Umrechnungskurs) mit Versand und Zoll bereits mehr
als unser Angebot. Dass dann aber auch noch kein Einbau enthalten
ist, erklärt sich von selbst.
Q:
Wo findet der Einbau statt?
A: Im
Bezirk Neunkirchen, im südlichen Niederösterreich.
Q:
Wie klingt das tatsächlich?
A: Demnächst
soll hier auch eine Audio-Datei zum Download verfügbar gemacht
werden, die den Sound entsprechend dokumentiert. Allerdings kann
das kaum den Live-Eindruck ersetzen. Daher gibt es die Möglichkeit,
nach Terminvereinbarung, unser Referenzfahrzeug hier vor Ort zu
erleben. Interessenten melden sich dazu bitte bei: demotermin@hoberg.at.
Mehr
Infos folgen...
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